16.07.2016 - „Radtour“ zum zum Milchbauernhof Pentrup

Zu Gast bei den 170 Damen mit dem sanftem Blick

Bericht und Fotos: Holger Martsch - Unermüdlich von frühmorgens bis abends für die Kühe im Einsatz, das ist das Leben der Familie Pentrup in Herbern. Wie deren Milchviehbetrieb funktioniert, davon erzählten sie den 37 Teilnehmern der Radtour, die der Heimatverein Drensteinfurt am Samstag, den 16. Juli, organisiert hatte. Es ging um Futtermittelanbau und -beschaffung, die Zusammensetzung des Kraftfutters, Besamung, Aufzucht der Kälber, Milchleistung, Melktechnik und Milchvermarktung, Gesundheitsvorsorge und Klauenpflege.

Dass die gesamte Familie ihren Job mit Herzblut und Leidenschaft macht, das spürten alle Teilnehmer der Radtour. 170 Milchkühen gedeiht eine sorgsame, ständige Pflege an. Deshalb sind sie so zutraulich, beobachten ohne Scheu mit ihren sanften großen Augen die umhergehenden Besucher. Die Tiere können sich im Stall frei bewegen, können auch nach draußen und wenn das Fell mal juckt dürfen sie sich von einer rotierenden Bürste schrubben lassen.

Die Familie Pentrup betreibt auch eine Milchraststätte namens „Milchpause“. Hier bietet sie Milchprodukte frisch vom Hof an, dazu gehören auch Eis, Joghurts und Milchmixgetränke. Rund um die Milchhütte gibt es dazu noch allerlei zu erkunden, zu rätseln und zu spielen. So können Besucher sich mit einem Fragenroulette rund um die Milchviehhaltung beschäftigen oder das Melken an einer Holzkuh üben.

Richtig spannend wurde es, als sich Milchkuh „Loni“ zu den Besuchern gesellte. Sie stellte sich zum Probemelken zur Verfügung. Wer würde es schaffen, Milch aus dem Euter zu bekommen? Gertrud Münstermann, Schriftführerin des Heimatvereins und ehemals Bäuerin, griff routiniert zu und – stripp, strapp, strull – war das unter den Euter gehaltene Glas „full“.

Zum Abschluss servierte Familie Pentrup den Besuchern ein Milch-Erfrischungsgetränk, das es in sich hatte; nämlich Hochprozentiges. Nach dem Motto „Hilft dem Vater auf das Fahrrad“ (Wer kennt den Werbespruch noch?) kam das sehr gut an und gab den Radlern den nötigen Schwung für die Rückfahrt.

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