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Die Besucher aus Drensteinfurt vor der Römerstadt. Foto: G. Münstermann"

Xanten und Bislicher Insel

Ausflug des Heimatvereins Drensteinfurt am Samstag, 21. April 2018

Bericht: Holger Martsch

Römer-, Dom- und Siegfriedstadt Xanten

Die Römer-, Dom- und Siegfriedstadt Xanten war das Ziel eines Tagesausflugs des Heimatvereins Drensteinfurt, an dem 47 Heimatfreundinnen und -freunde teilnahmen. Von den Römern gegründet, blickt die am unteren Niederrhein gelegene Stadt auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück. Logisch, dass das erste Ziel des Ausflugs das Römermuseum am Stadtrand war. Archäologischer Park und Römermuseum bilden eine Einheit, geben mit zahlreichen Austellungsstücken und Nachbauten römischer Architektur spannende Einblicke in das Leber der Römer in Germanien. Das Amphitheater, einst Austragungsort blutiger Gladiatorenkämpfe und grausamer Tierhetzen, hat sich in seiner Grundstruktur bis in unsere Tage erhalten. Diana, auch bekannt als Schutzgöttin der Jäger, mag in Ihrer Eigenschaft als römische Himmelskönigin ein wohlwollendes Auge auf die Drensteinfurter Heimatfreunde unten am Boden geworfen haben, sorgte sie doch für ausgezeichnetes Wetter an diesem Tag. Wer Lust hatte konnte auch der vom Römerpark aus wenige Gehminuten entfernten Xantener Innenstadt einen Besuch abstatten. Mittelalterliche Reste der Stadtbefestigung, eine intakte Windmühle an der Stadtmauer, die sehenswerte Stiftskirche St. Viktor (nicht ganz korrekt als „Dom“ bezeichnet) und die pittoreske Altstadt sind zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Altrheinschlinge mit geschützter Natur

Nach dem Exkurs in die Welt der Römer ging es weiter zum Mittagessen im direkt am Rhein gelegene Restaurant „Zur Rheinfähre“ und von dort aus weiter zum nahe gelegenen, 1200 Hektar großen Naturschutzgebiet „Bislicher Insel“, dessen Überschwemmungsflächen und sandige Uferstreifen zahlreiche Vogelarten anziehen, die das Wasser und Feuchtgebiete als Lebensraum bevorzugen. Durch Zurücknahme der Deiche kann der Rhein das Gebiet, in dem der alte Verlauf des Rheinstroms noch in Form einer Altwasserschlinge sichtbar ist, mit seinem Hochwasser überfluten. Seit 2017 brüten hier, überhaupt zum ersten mal in NRW, Seeadler. Auch 2018 haben sie wieder Nachwuchs, der bereits geschlüpft ist. Außerdem beherbergt die geschützte Flussaue Deutschlands größte Kormoran-Kolonie. Zahlreiche Wildgänse sind zu beobachten, sieben Storchenpaare haben Ihre weithin sichtbaren Nester gebaut. Nach der naturkundlichen Führung durch das Gebiet konnten die Heimatfreunde im „Auencafé“, direkt am Naturschutz-Informationszentrum gelegen, Kaffee und Kuchen genießen.


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Busfahrer Alois Steinkamp - Foto: G. Münstermann"

Würdigung des Busfahrers

Fahrer Alois Steinkamp, der die Heimatfreunde ungezählte Male mit seinem Reisebus in alle Ecken und Winkel Deutschlands sicher chauffiert hat, bekam als Dank vom Heimatverein ein Präsent überreicht. Er hat, über Jahre hinweg, jede kritische Situation souverän gemeistert, den sperrigen Bus mit sicherer Hand durch die engsten Winkel gelenkt. Bald jedoch will er sich in den Ruhestand verabschieden, um sich noch mehr der Familie und den Enkelkindern widmen zu können.

Am Schluss der Fahrt waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: Es war ein wunderschöner Tag mit einem hervorragend zusammengestellten Programm.

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