img1

Kreisheimattag in Ostenfelde

Geschichten vom vergrabenen Schatz

Bericht: Schomakers - Die Glocke

Kreis Warendorf (dis) - Zum Kreisheimattag hatten sich zahlreiche Mitglieder der Heimatvereine in Ostenfelde eingefunden. Kreisheimatvereins-Vorsitzender Dr. Hermann Mesch sah in dem Treffen eine gute Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und Ideen für die eigene Vereinsarbeit zu gewinnen.

Ostenfelde war als Austragungsort für den Kreisheimattag gewählt worden, weil der dortige Heimatverein in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Zum Jubiläum gratulierte der Stellvertretende Landrat Winfried Kaup. „Heimat prägt den Menschen und Menschen prägen die Heimat“, hieß es in seinem Grußwort. Das aufflammende Heimatgefühl, hier gab er den Hinweis a uf Heimatministerien, wirke wohl der Globalisierung entgegen. „Wir dürfen unsere Wurzeln nicht vergessen“, betonte Kaup. Heimatvereine bewahrten Zeugnisse der Vergangenheit und sorgten dafür, dass diese in Zukunft weiter zur Verfügung stehen. Die Arbeit der Heimatvereine im Kreis Warendorf sei ein nicht hoch genug einzuschätzender Dienst für die Allgemeinheit. Ohne die Heimatvereine wäre der Kreis Warendorf ärmer. Den Vereinen wünscht der Stellvertretende Landrat Kaup Nachwuchskräfte für die Fortführung der Vereinsarbeit. Mit dem örtlichen Vorsitzenden Klemens Senger, dem 2013 die Augustin-Wibbelt-Plakette v erliehen worden war, hatte man einen Geschichtsführer beim Treffen, der über ein fundiertes Wissen über sein Heimatdorf verfügt.

Auf Wunsch von Dr. Mesch wurde die nahe gelegene Ruine der Nienburg besucht. Selbst hatte er die Burganlage vor 40 Jahren als Vermessungsingenieur aufgemessen. „Die Nienburg ist ein eingetragenes Bodendenkmal“, berichtete Dr. Mesch. Die einstige Größe der Burg sei nur noch erahnbar. Hier half Senger den Teilnehmern weiter. Er zeigte den Verlauf der Gräften und erklärte, warum nur noch Ruinenreste auf die Burg hinweisen. Die Nienburg wurde auf Befehl von Bischof Christoph Bernhard von Galen im August 1675 zerstört. Eine Quelle, von der aus die Gräften ihr Wasser erhielten, wurde später von der Bevölkerung in Teufelspütt umbenannt. Angeblich hat der Besitzer der Nienburg, Johann Gerhard Droste, hier seine Schätze vergraben. „Der Schatz wird vom Teufel bewacht. Nachts wurden hier Kettengerassel und Hundegebell gehört“, bemerkte dazu Senger. Der Kreisheimattag endete mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken im Garten des Ostenfelder Heimathaus.