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Walter Gröne (Zweiter von links) erhielt als Dank für seine langjährige Vorstandsarbeit die Ehrenurkunde des Westfälischen Heimatbundes, Ehefrau Ilona einen Blumenstrauß. Zu den Gratulanten gehörten Günter Neuer, Grönes Nachfolger als 2. Vorsitzender des Heimatvereins Drensteinfurt (links), und der Vorsitzende Franz Josef Naber • Foto: M. Wiesrecker

Einzigartig im Münsterland

25.04.2018 - Walter Gröne war 42 Jahre im Vorstand des Heimatvereins Drensteinfurt aktiv

Bericht: Von Mechthild Wiesrecker - WA

„Im ganzen Münsterland gibt es niemanden, der so lange erfolgreiche Vorstandsarbeit im Heimatverein geleistet hat wie du“, lobte Franz Josef Naber den langjährigen zweiten Vorsitzenden Walter Gröne, der nach 42 Jahren im vergangenen Monat sein Amt niedergelegt hatte.

Im Vorstand sei er ein freundlicher und humorvoller Gesprächspartner gewesen, der besonders nach dem Tod von Bernhard Altenau mit einigen Mitstreitern den Heimatverein am Leben gehalten habe. Schließlich sei es auch Gröne gewesen, der ihn dazu überredet habe, den ersten Vorsitz zu übernehmen. Neben einer Ehrenurkunde des Westfälischen Heimatbundes überreichte Naber dem Jubilar die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft. Diese sei von mehr als 100 Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung im März bestätigt worden. Für die geleistete Arbeit erhielt Gröne zusätzlich ein Geschenk und als Ehrenvorsitzender die zugesicherte Beitragsfreiheit. „Ich freue mich, dass die Heimatkunde, die mir seit meiner Jugend wichtig war, hier in Stewwert gelebt wird“, sagte der Geehrte. Als er vor 46 Jahren dem Verein beitrat, habe es über 40 Vereine vor Ort gegeben, aber im Heimatverein seien alle Vereine zusammengekommen. „Der Heimatverein ist etwas Umfassendes, in der viele mit ihren Gaben und Interessen mitarbeiten“, so Gröne. Sechs Vorsitzende habe er erlebt und es sei immer harmonisch gewesen, stellte er fest. Der erste Vorsitzende sei Lehrer Holtmann gewesen, den er als Patriarch und Persönlichkeit kennengelernt habe. Ihm folgte der schon von seiner Krankheit gezeichnete langjährige Bürgermeister Heinz Fels. Sein Nachfolger Gerd Gunnemann, der Erfinder der Herdfeuerabende, habe viele neue Ideen eingebracht. Sein Steckenpferd waren die Ausarbeitungen über die Bauernschaften.

Graf von Merfeld habe sich besonders durch sein Interesse an Familiengeschichte und Schlösser ausgezeichnet. Viele von ihm organisierte Exkursionen zu den Schlössern im Münsterland seien ihm in Erinnerung geblieben. Besonders im Gedächtnis hafte aber der Stammbaum der Ehefrau des Grafen. „Der ist auf dem Papier mehr als zehn Meter lang und reicht bis ins sechste Jahrhundert“, erinnerte er sich anerkennend. Bernhard Altenau schließlich habe seine Liebe zur Natur in den Verein mitgebracht. In seiner Amtszeit fiel auch das große Jubiläum. Als Letztes nun folgte „Franjo“. „Du hast so viele Ideen, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann“, wandte sich Gröne schmunzelnd an Franz Josef Naber. Dankbar sei er schließlich für die vielen Upkammerabende und guten Gespräche mit Heimatverbundenen, die in ihrer Freizeit etwas für die Gemeinschaft und die Zukunft tun. Die Arbeit in die Hände Jüngerer abzugeben, sei ein richtiger Schritt. „In Zeiten von Globalisierung gewinnt die Heimat wieder mehr an Bedeutung“, resümierte er. Für sein Versprechen „Was ich bisher für den Verein getan habe, mache ich auch weiter“, erntete Gröne am Ende seiner Rede begeisterten Applaus. Zum Schluss versprach der Vorsitzende Naber für das kommende Jahr die erste Aufführung des neuen plattdeutschen Theaters unter Leitung von Günter Neuer. Nach wie vor werden noch männliche Schauspieler gesucht.