„Blömkes kieken“ - 1. Tag der offenen Gärten in Drensteinfurt

Verborgene Paradiese - „Blömkes kieken“ in zehn Gärten

Unter dem Motto „Blömkes kieken“, zeigten zehn Stewwerter Gartenbesitzer ihre versteckten Oasen. Alle Gärten sind individuell nach ihren persönlichen Geschmäckern gestaltet.

Viele Besucher bei der ersten Ausgabe von "Blömkes kieken"

Bericht: Mechthild Wiesrecker - WA
Einen Blick über Nachbars Zaun zu werfen und das ganz ohne Scham, dazu hatten Gartenliebhaber am Sonntag in Stewwert reichlich Gelegenheit. Unter dem Motto „Blömkes kieken“ feierte der Heimatverein eine gelungene Premiere des Tags der offenen Gärten.

Genau zehn Familien hatten sich bereit erklärt, ihren Garten von 10 Uhr bis 17 Uhr für Interessierte zu öffnen. Bis zum Nachmittag herrschte nahezu ideales Wetter, um durch die grünen Oasen zu wandern und Gärten anzuschauen, so verschieden, wie auch die Menschen verschieden sind.

Los ging es an der Alten Post, an der die Teilnehmer mit der Eintrittskarte einen Flyer mit einer Kurzbeschreibung aller Gärten sowie eine Straßenkarte mit eingezeichneter Fahrrad- und Autoroute zu den Adressen erhielten. Dank der genauen Beschilderung waren die einzelnen Anlaufstellen gut zu finden. Den Anfang machte Familie Wienkamp mit ihrem Ziergarten, in dem eine gut 40 Jahre alte zwölf Meter hohe rotblättrige Hainbuche die Blicke ebenso auf sich zog, wie der schön angelegte Trockenteich.

Weiter ging es zu Familie Hoppe. Andrea Hoppe hat mit viel Liebe zum Detail ihrem üppig blühenden Garten mit schönen Akzenten ein besonderes Ambiente gegeben. Zwei bis drei Stunden steckt sie täglich in ihr grünes Paradies. Im Garten von Familie Stracke dominieren im Moment eindeutig die Rosen. Für die Architektur im Garten trägt Dieter Stracke die Verantwortung, während seine Frau Marlies über einen grünen Daumen verfügt. Aber ohne Fleiß keinen Preis: „Ich arbeite vier Tage täglich sechs bis acht Stunden hier im Garten“, verriet sie.

Obst, Beeren, Bienen und ein kleiner Teich umrahmt von Stauden finden sich im Naturgarten von Familie Wichate. „In meinen Garten arbeite ich nicht nur, sondern kann mich auch entspannen“, erklärt Agnes Wichate. „Hier darf wachsen, was will“, verrät Annemarie Vorlop ihr Prinzip. Jeden Tag schaut sie nach den Blumen in ihrem gepflegten Garten, in dem eine Trockenmauer und ein kleiner Wasserlauf einen besonderen Akzent setzten.

„Meine Frau will alles grün-weiß“, sagt Fritz Walter schmunzelnd. Auch Lisa Walter hat viele liebevolle Dekorationen in ihrem Garten installiert. Besonders schön der Mann im Fass und das Froschkonzert. „Die Resonanz ist gut“, findet Fritz Walter, er freue sich über das positive Feedback der Besucher. Thomas Kaupa beherbergt in seinem Garten einen 60 Quadratmeter großen Teich, in dem zwei Schildkröten leben. Einige Kunstwerke aus Holz ziehen die Blicke auf sich.

Drei Hühner leben im Garten von Sabine Kallenbach. Die Mieterin hat aber nicht nur Blumen und Sträucher, sondern auch einige Gemüsebeete angelegt. Claudia Ackermanns Garten überzeugt durch grüne Weite und Ruhe. Seidenbaum, Blauregen und Rhododendron laden zum Genießen ein. Besonders imposant der Wald-Geißbart, in dem ein reges Kommen und Gehen von Hummeln und Bienen herrscht.

Kein Garten, sondern ein Hinterhof umgeben von alten Fachwerkhäusern und mediterranem Flair konnte bei Angelika Müller besichtigt werden. „Ich wohne im Zentrum, es ist trotzdem grün und mit Erholungswert“, sagt sie. Die Resonanz sei sehr gut, sogar aus Davensberg, Ahlen, Hamm, Mersch, Coesfeld, Sendenhorst und Mettingen habe sie Besucher gehabt, die im Übrigen schon ganz früh am Morgen auf den Beinen waren. Besonders lobte sie die liebevolle Vorbereitung der Aktion durch Fritz Walter und Reinald Hoppe.

Am Montag trafen sich alle teilnehmenden Gartenbesitzer zu einem gemütlichen Abschluss, um den Sonntag Revue passieren zu lassen. Gleichzeitig wurden noch einmal alle Gärten besichtigt. Franz-Josef Naber zeigte sich begeistert ob des Erfolges der ersten Auflage der offenen Gärten. Rund 380 Personen haben sich auf den Weg gemacht, fasste er zusammen. So werde die Aktion im übernächsten Jahr wieder stattfinden – im Wechsel mit den Rinkerodern, die im kommenden Jahr zum dort schon traditionellen „Tag der offenen Gärten einladen“.

Ihr Organisationsteam der Offenen Gärten:
Reinald Hoppe, Tel. (02508)9425, und Fritz Walter, Tel. (02508)8439,
E-Mail: ich-bin-im@web.de

Gallery