Bauerschaften

  • Mersch

    Mersch ist eigendlich der Name einer gemeinen Mark, die früher in der Nähe des Hauses Venne lag und 1811 geteilt wurde. Von dieser Mark ist in dieser Zeit die ganze Bauerschaft benannt. Früher noch bis ins 17. Jahrhundert hinein hieß die selbe Süderbauerschaft, Suir, Suer, Sauer Bauerschaft (das Sauerland ist aus Süderland gebildet), so benannt nach der südlichen Lage zu dem Wigbold Steinfurt.
    Auch diese Bennenung ist nicht der Ursprung, da jedoch in den ältesten Zeiten das Wigbold und die Kirche noch nicht vorhanden war, die Bauerschaftsteilung aus der ältesten Zeit des Landes stammt. Folgende ursprüngliche Namen der Bauerschaft sind: der südliche Teil in der Umgebung der Venne hieß Müllhorst, Mollhorst, Mollst, Mulst, gelegen zwischen dem vennischen Mersch (Gemeinheit) Molsterfeld (Stadt Herbern, Steinfurt, Walstedde), Ittlingen und Westhues zu Büren. 2. Der mittlere Teil, wo die Höfe Fröchte, Westermann, Kaup liegen, hieß Pannewik oder Pannik. Der angrenzende Bezirk von Walstedde führte vormals den selben Namen. 3. Der nördliche Teil wurde Elkinktorp genannt. Mersch grenzt an Walstedde und Herbern und ist die an Ausdehnung und Gebäuden größte Bauerschaft mit 42 Höfen bzw. Wohnstätten. Die Chaussee, die durch die Bauerschaft Mersch führt, wurde in den Jahren 1865 und 1866 gebaut. Sie führt nach Westen nach Herbern, nach Osten Walstedde. Der Bahnhof wurde im Jahre 1882 gebaut.

    Quelle: Heimatliches aus Drensteinfurt - Gottfried v. Bockum-Dolffs