Wegekreuz Schulze Pellengahr

Das Wegekreuz wurde von Geschwistern Berta und Maria Große Bracht im Jahre 1865 errichtet. Die Restaurierung erfolgte im Jahr 1959 durch die Eheleute Erwin Schulze Pellengahr und Maria geb. Eppmann.

Das Wegekreuz aus Sandstein befindet sich an der Konrad-Adenauer-Straße am Rande eines kleinen Wäldchens. Die Inschrift und das Kreuz aus dem 18. Jahrhundert sind stark verwittert. Mit einem Traktor und einer Eisenkette soll der Korpus vor etwa 20 Jahren von Vandalen vom Kreuz gezogen und dabei in mehrere Stücke zerlegt worden sein. Einige Jahre lang lagerten diese Bruchstücke bei einem Steinmetz in Werne. Am 24. Juli 2015 wurden sie vom Vorsitzendenden des Heimatvereins, Franz-Josef Naber, Günter Koch und dem Eigentümer Manfred Schulze Pellengahr von Werne nach Drensteinfurt zurück geholt.

  • Auf diesem Tag haben sich alle Heimatfreunde gefreut

    Walter Gröne (ehemaliger evangelische Pfarrer) und zweiter Vorsitzende des Heimatvereins, sowie der Katholische Pastor weihten und segneten das Wegekreuz an der Konrad-Adenauer Straße. Bei herrlichen Wetter mit strahlenden Sonnenschein waren Ca. 130 Heimatfreunde unteranderen auch Gäste aus Politik und Kirche zur feierlichen Einweihung des Wegekreuzes gekommen. Weitere Berichte als PDF Datei von den Westfälischen Nachrichten und Westfälischer Anzeiger! Westfälischer Anzeiger
    Westfälische Nachrichten

    Herr Klaus Weißensee schrieb dem Heimatverein folgende Email! Guten Morgen, ich freue mich über die Wiederherstellung des Wegekreuzes. Noch vor Entstehung der der Umgehungsstraße habe ich mein gegenüber liegendes, kleines, weißes Haus, auf der damals noch großen grünen Wiese(damals noch als Pferdewiese von Herrn Werner Dieckmann) gebaut. Umsomehr war ich immer erschüttert wenn im Laufe der Jahre nach und nach das Kreuz immer weniger wurde, es gehörte einfach zu meinem täglichen "Ritual" mich darüber zu freuen und ging täglich mit meinem Hund an dem immer kleiner werdenden Rest vorbei. Ich möchte mich hiermit bei ALLEN Beteiligten bedanken, die das Kreuz wieder hergerichtet und neu gesegnet haben. Mit freundlichem Gruß K. Weißensee

  • Die Schrift wurde mit bräunlicher Farbe von Jens Herzog nachgezogen und einen Tag zuvor wurde der Sockel ebenfalls von Jens Herzog in der gleichen Farbe wie das Kreuz und Korpus gestrichen. Letzte Vorbereitungen wurden am Samstag von den Heimatfreunden mit Abspeerungen der Straße, Auflockerung der Holzspäne, Hinweise auf einer Veranstaltung vorbereitet. An dieser Stelle sei auch gesagt: Jens Herzog hat das Wegekreuz und die Reparatur des Korpus mit einer super Arbeit und viel Liebe zum Detail wieder hergestellt. Das Wegekreuz ist durch Jens Herzog und Günter Koch aus dem Dornröschenschlaf erwacht und erstrahlt im neuen Glanz! Ganz Drensteinfurt ist um ein wiederbelebtes Wegekreuz reicher geworden.

  • Unter der Woche wurde auf der aufrechten Strebe, (die tragende Säule) der restaurierte Querbalken aufgesetzt. Der Korpus wurde von Jens Herzog mit Unterstützung des Heimatvereins am Kreuz befestigt. Kleinere verwitterungsbedingte Putzschäden am Sockel wurden mit Putzmörtel ausgebessert und die Eisenstangen mit Rostschutzfarbe gestrichen. Zum Abschluss wird der Sockel mit der selben Farbe wie das Kreuz und Korpus gestrichen. Am Wochenende ist es soweit, der Heimatverein und Jens Herzog freuen sich auf die Einweihung des Wegekreuzes. Ein Heimatfreund sollte man besonders an dieser Stelle hervorheben: Günter Koch: Ihm lag es am Herzen dieses historische Wegekreuz zu restaurieren. Um seinem Traum zu Leben, brauchte er die Unterstützung des Heimatvereins und aktive Mitglieder, die in der Lage sind, ein Wegekreuz mit Korpus zu restaurieren. Ohne Günter wäre das Wegekreuz Schulze Pellengahr im Dornröstchenschlaf versunken und dem Verfall preisgegeben!

  • Heimatverein restauriert Wegekreuz Schulze Pellengahr - Ein Bericht von Judith Wiesrecker Westfälischer Anzeiger
    Westfälischer Anzeiger - PDF

  • Aktive Heimatfreunde (Franz-Josef Naber, Norbert Unkhoff, Reinhard Bünningmann, Günter Koch, Manfred Blanke, Holger Martsch, Jens Herzog und Gertrud Münstermann) trafen sich am Wegekreuz um weitere Arbeiten zu erledigen. Holzspäne rund um das Wegekreuz wurden verteilt, sowie kleinere Baumwurzel die sich als hartnäckig erwiderten wurden mit einer Axt zerkleinert. und eben gemacht. Das Wegekreuz musste stabilisiert werden, wobei Jens Herzog zwei Bohrungen seitlich und oben im Stamm bohren musste. Hier setzte er zwei Gewindestangen ein, die er mit einen Festkleber fixierte. Das Wegekreuz Mittelstück wurde mit einem Steinfestiger eingestrichen und dem unteren Teil mit Sockel wurde mit Tiefgrund behandelt. Zum Abschluss wurde das Wegekreuz mit einer Folie abgedeckt, damit es bis zur weiteren Bearbeitung von den Wetterkapriolen geschützt ist.

  • Die Überbleibsel der Baumstämme wurden abgefräst und zerkleinert.

  • Steinmetz Jens Herzog hat mit der Restaurierung des Korpus begonnen. Er hat die zerlegten Stücke des Korpus liebevoll zusammen gefügt und entsprechend angepasst.

  • Auf der aufrechten Strebe, tragende Säule des Querbalken wurde das lose obere Gestein an der Stelle in einer Klebemasse aufgesetzt und bis zur Verhärtung der Klebemasse mit einer Schraubzwinge zur Stablisierung befestigt.

  • Die ersten Renovierungsmaßnahmen wurden am Wegekreuz begonnen. Abnahme des maroden Querbalken mit dem oberen Bauteil, das in der Werkstatt von Jens Herzog erneuert wird. Säuberung und Entfernung der losen Putzteile, sowie die Imprägnierung waren die ersten Arbeitsschritte am Wegekreuz.

  • Entfernung von Kleingewächs und Gräsern durch Franz-Josef Naber und Gertrud Münstermann

  • Vom Wildwuchs kleinerer Hölzer und Gestrüp wurde das Wegekreuz durch Norbert Stübbe und Carsten Schulze Pellengahr freigelegt.

  • Der Steinbildhauer Jens Herzog, der sein Atelier in Drensteinfurt hat, wird die Einzelteile des zerstückelten Christus-Korpus jetzt wieder zusammenfügen. Er wird, voraussichtlich bis zum Frühsommer 2016, eine Komplettrestaurierung dieses Flurdenkmals vornehmen. Zur Einweihung des erneuerten Wegekreuzes, das momentan wortwörtlich ein Schattendasein führt, soll auch das Umfeld des Denkmals in einen ansehlichen Zustand gebracht werden.

  • Über zwanzig Jahre gammelte das Wegekreuz Schulze Pellengahr ohne Korpus an der Konrad Adenauerstraße vor sich hin. Der Verfall drohte, zumal das Wegekreuz an einer Stelle steht, wo es niemanden so wirklich auffiel. Auch der Wildwuchs vom Gebüsch tat sein übriges dazu, inclusive Witterungsverhältnisse!.