Vier Pfähle Tour

Auf den Spuren des Jahres 1283

Radtour entlang der historischen Gerichtsgrenze Drensteinfurts

Im Rahmen des Projekts zur **Sichtbarmachung der historischen Gerichtsgrenze Drensteinfurts** wurden vier historische Grenzpfähle erneut errichtet. Diese markieren künftig die Grenzen der vormaligen Gerichtsbarkeit der Freiheit Drensteinfurt, basierend auf einer Urkunde aus dem Jahr 1283. Der Heimatverein Drensteinfurt, genauer der Arbeitskreis Geschichte, präsentierte anlässlich des Stadtjubiläums erstmals der Öffentlichkeit die sogenannte **Vier-Pfähle-Tour**.

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Am Kirchplatz, wo in früheren Zeiten vor der ehemaligen Kaplanei Gerichtsentscheidungen verkündet wurden, trafen sich 120 Teilnehmer. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Franz-Josef Naber, den stellvertretenden Bürgermeister Andreas Brinkmann, die Ortsvorsteherin Birgit Salomon und einer kurzen Einführung von Klaus Diepenbrock, begann die etwa zehn Kilometer lange Fahrradtour entlang des historischen Grenzverlaufs. Mitglieder des Arbeitskreises Heimatgeschichte begleiteten die Tour. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen unterteilt, die jeweils an unterschiedlichen Stationen starteten.

Stationen

  • Station 1: Spielplatz Viehfeldstraße - Mühlengeschichten - Waltraud Havers
  • Zwischenpfahl Tannenweg: Stronitianit - K.-H. Domaser
  • Station 2: Grentruper Weg, Verkehr - Manfred Blanke
  • Station 3: Loreto Kapelle - Ulla Blanke
  • Zwischenpfahl Eickendorfer Weg, Bauern - Liane Schmitz
  • Station 4: Kleistraße, Galgen - Helmut Winterscheid
  • Zwischenpfahl: (Merscher Weg 32) Erlfeld - Hermann Aschwer

Die Teilnehmenden erhielten dabei faszinierende Einblicke in die Geschichte der Drensteinfurter Gerichtsbarkeit und die Relevanz der Grenzmarkierungen für die Entwicklung der Stadt. Vom 13. Jahrhundert bis 1806 verfügte Drensteinfurt über eine eigene Gerichtsbarkeit, innerhalb derer sogar Todesurteile ausgesprochen werden konnten. Die Grenze war durch vier Hauptpfähle sowie mehrere Zwischenpfähle gekennzeichnet. In ihren wesentlichen Zügen existierte sie bis 1969 als Stadtgrenze fort und trennte die umliegenden Bauerschaften vom Kirchspiel Drensteinfurt.

Die Tour endete an der **Alten Post**, wo Getränke und Würstchen bereitstanden. Den Teilnehmern wurde kostenfrei ein informatives Faltblatt zur Route ausgehändigt. Dieses enthält QR-Codes zu den jeweiligen Standorten mit weiterführenden historischen Informationen. Die Tour bleibt ein dauerhaftes Element des touristischen Angebots der Stadt und kann künftighin eigenständig per Fahrrad oder zu Fuß erkundet werden.

Galerie

03.10.2026 - 4-Pfähle Tour

Fotos: Gerty Münstermann