Mauersegler
2019- Häuserrallye – verborgene Schätze entdecken Weiterlesen…
Der Arbeitskreis Natur „Naturtreff“ hat sich 2019 gegründet und trifft sich nach Absprache. Regelmäßig fallen folgende Arbeiten an: Kontrolle und Instandhaltung unserer Nisthilfen: Nistkästen für Singvögel wie Meisen und Halbhöhlenbrüter, dazu Nistkästen für Mauersegler und Niströhren für Steinkäuze. Zur Pflege unserer Obstwiese in der Rieth gehören der Pflegeschnitt, Nachpflanzungen alter regionaler Sorten und die Ernte der Äpfel sowie deren Vermarktung als Saft. Unsere große Wildbienen-Nisthilfe „Summsurium“ an der Sendenhorster Straße wird ergänzt durch eine Wildblumenwiese, die wir pflegen.
Außerdem führen wir naturkundliche Exkursionen durch. Ziele waren unter anderem: das teilweise zu Drensteinfurt gehörende Waldgebiet „Davert“ mit Pilzexkursion, die Münsteraner Rieselfelder, das Zwillbrocker Venn, der Mackenberg bei Beckum, die Bislicher Insel am Rhein bei Xanten.
Die Mitarbeit an Planung, Vorbereitung und Durchführung des „Tages der Natur“ gehört ebenfalls zu unserem Aufgabenbereich. Dieser Tag, eine Kombination aus Erlebnis, Information und Show begeisterte bislang tausende Menschen und ganz besonders die Kinder.
Der Heimatverein praktiziert seit Jahren aktiven Naturschutz. (Wildbienen-Nisthilfe „Summsurium“ und Blühwiese am Erlbach Höhe Sendenhorster Straße, Steinkauz-Niströhren im Stadtgebiet und in den Bauernschaften, Mauersegler-Nistkästen, Singvogel-Nistkästen, Streuobstwiesen-Patenschaft und Obstverwertung) Es geht darum, diesen Aspekt noch präsenter zu machen und die gegenwärtig bestehenden Projekte weiter auszubauen, dazu noch mehr Kinder und Jugendliche einzubeziehen sowie die Pflege und den Unterhalt bestehender Installationen zu gewährleisten.
Der Naturtreff findet ab Anfang 2020 einmal monatlich statt. Hier soll gemeinsame Naturschutzarbeit geplant und koordiniert werden, hier soll es Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch geben. Und jeder, der sich einbringen möchte, kann hier seine Ideen vorstellen. Zur Betreuung verschiedener Projekte sind helfende Hände und ideenreiche Köpfe gefragt, egal, welchen Alters. Aktivistinnen und Aktivisten bilden eine Interessengruppe, die sich, effektiv vernetzt, für anstehende Aktionen schnell absprechen kann. Aus versicherungsrechtlichen Gründen sollten sie Mitglied im Heimatverein sein oder es werden.
Wie ist der Zustand der heimischen Natur, wie stellen sich Forst- und Landwirtschaft auf den Klimawandel ein? Mit gemeinsam geplanten Exkursionen, Fahrten und Wanderungen wollen wir tiefe Einblicke in die Natur bekommen. Wir wollen Menschen kennenlernen, die mit der Natur arbeiten. Welche Möglichkeiten natürlicher, gesünderer Nahrungsmittelerzeugung gibt es? Wie weit ist das Artensterben fortgeschritten? Das sind nur wenige von vielen möglichen Themen.
Der Aspekt „Natur“ hat 2020 beim Heimatverein Drensteinfurt einen hohen Stellenwert, was auch in der Vereinssatzung manifestiert ist. Mit dem „Tag der Natur“ einer Informations- und Mitmachveranstaltung, richtet er ein Großereignis aus, das viele hundert Besucher anzieht. Nach der erfolgreichen Premiere 2017 sollte es im Spätsommer 2020 eine Wiederholung geben, die wir wegen Corona jedoch um ein Jahr verschieben mussten. Der „Tag der Natur“ am 21. August 2022 zählte rund 3000 Besucher.
Möchtest du mitmachen bei uns? Hast du fragen oder Anregungen? dann kontaktiere uns doch einfach unterfolgender Adresse: e-mail: natur@heimatverein-drensteinfurt.de
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Heimatverein und Nabu bringen elf Nisthilfen für Steinkäuze an Weiterlesen…
Nistkästen für Halbhöhlenbrüter und Hausrotschwänze Weiterlesen…
Der Heimatverein Drensteinfurt hat in diesem Frühjahr eine Blühwiese gegenüber dem Malteserheim in der Innenstadt angelegt.
Weiterlesen…Wildbienen-Nisthilfe „SUMMSURIUM“ am Erlbach Weiterlesen…
Bisher erschienen Broschüren Weiterlesen…
Gemeinsame Aktionen mit Heimatverein und Teamschule
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Ein besonderes Erlebnis wurde Natur- und Heimatfreund Bennie Brinker zuteil, als er den Ausflug des flügge gewordenen Mauersegler-Nachwuchses beobachten konnte. Zufällig hatte er seine Kamera dabei und konnte das Ereignis fotografisch dokumentieren, wie die unten stehenden Fotos zeigen.
Für den Arbeitskreis Natur „NATURTREFF“ des Heimatvereins ist es ein schöner Erfolg, hatte er doch im September 2021 zahlreiche Nistkästen für Mauersegler an verschiedenen Drensteinfurter Gebäuden angebracht.
Freuen wir uns auf weitere Erfolge bei den Mauerseglern, Schwalben und Steinkäuzen
Fotos: G. Münstermann








Im Jahr 2021 installierte der Heimatverein Drensteinfurt zahlreiche Nistkästen für Mauersegler an der Alten Post, Rückseite St. Regina Kirche und an Privatwohnhäuser. Mit einem Hubsteiger kontrollierten Heimatfreunde vom Arbeitskreis Natur die Nistkästen auf Bruterfolge, entfernten alte Nistmaterialien und reparierten die Nistkästen von Witterungsschäden. An einem Wohnhaus an der Bahnhofsstraße waren alle Nistkästen mit Heu vollgestopft, hier hatte kein Mauersegler Platz zum Brüten. Vom Hören, Sagen vermutet man Eichhörnchen, die ganze Arbeit geleistet haben. An anderer Stelle, waren Mauersegler beim Ausflug beobachtet worden. In dem Nest waren keine erkennbaren Federn zurück geblieben. Das Schwalbenhaus am Bertha Schacht wurde ebenfalls auf Bruterfolge kontrolliert. Auch hier war das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Keine Mehlschwalbe hat bisher den Weg dorthin gefunden. Auch wenn der Erfolg ein wenig geschmälert ist, hoffen die Heimatfreunde darauf, dass Mauersegler und Mehlschwalben die Nisthilfen finden und sie annehmen.
Fotos: G. Münstermann

































Ein Herz für Vögel
Heimatverein Drensteinfurt installiert zahlreiche Nistkästen für Mauersegler Vvon Mechthild Wiesrecker
Drensteinfurt – Der Heimatverein hat sich den Naturschutz auf die Fahne geschrieben. Am Montagmorgen brachten einige Heimatfreunde sieben Nistkästen für Mauersegler am Giebel der Alten Post an. In schwindelerregender Höhe schraubten Armin Asbrand und Hubert Berners vom Hubsteiger aus die Holzkästen an. „Wir haben natürlich vorher die Erlaubnis der unteren Denkmalbehörde und des Bürgermeisters eingeholt“, versicherte Franz-Josef Naber, Vorsitzender des Heimatvereins. Man sei zuversichtlich, dass die Kästen demnächst auch bezogen würden, denn einige Mauersegler seien im Schlosspark bereits gesichtet worden. Nistkästen sollten in einer Höhe von mindestens sechs Metern aber nicht an der Südseite angebracht werden. „Der Standort an der Alten Post ist optimal“, urteilte Vogelexperte August Wortmann
Nistkästen für Mauersegler an der Außenfassade von Häusern angebracht, können helfen, den Bestand zu erhalten, denn die Zahl natürlicher Nistmöglichkeiten schwindet zunehmend. Immer mehr alte Häuser werden saniert und vorhandene Spalten und Hohlräume an Hauswänden dabei geschlossen. Zusätzlich zur Alten Post wurden sechs Kästen an der Rückseite der St.-Regina-Kirche und jeweils drei an zwei Privathäusern angebracht. Finanziert wurde das rund 1000 Euro teure Projekt zu 80 Prozent vom Verein „8PlusVital.NRW“ im Kreis Warendorf. Das fehlende Geld stiftet der Heimatverein. Dass das Projekt zustande gekommen ist, ist dem Bürgerantrag von Raphaela Blümer zu verdanken, die sich sowohl an die Stadt als auch an die Kirchengemeinde gewandt hatte.
Mauersegler
Der Mauersegler ist ein standorttreuer Koloniebrüter aus der Familie der Segler. Er ähnelt der Schwalbe, ist aber nicht mit ihr verwandt. Von Anfang Mai bis Anfang August hält er sich in unseren Breiten auf, die übrige Zeit verbringt er in seinem Winterquartier in Südafrika. Mauersegler halten sich außerhalb der Brutzeit, die zwischen 18 und 27 Tagen dauert, nahezu ohne Unterbrechung in der Luft auf. Bei ihren Flugmanövern können sie im Sturzflug Geschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde erreichen. Sie ernähren sich von Blattläusen, Käfern und Fliegen.
Schwalbenhaus
Die Nistkästen für Mauersegler sind eine weitere Aktion, des Heimatvereins Drensteinfurt, der Vögeln einen Unterschlupf bieten soll. Bereits 2016 hatte der Verein zusammen mit der Teamschule Nistkästen für Singvögel und Fledermäuse zusammengebaut und später unter anderem im Schlosspark aufgehängt. 2019 hat der Heimatverein elf Röhren zum Nisten für Steinkäuze aufgehängt. Mittlerweile hat es erste Bruterfolge gegeben. Im Mai dieses Jahres haben die Drensteinfurter Heimatfreunde am Bertaschacht ein Schwalbenhaus aufgestellt. In 4,50 Meter Höhe finden Mehlschwalben 42 Nisthilfen. Dazu kommen 18 Kästen für Blaumeisen, Kohlmeisen und Sperlinge sowie sechs Fledermauskästen. Außerdem betreibt der Heimatverein eine Streuobstwiese auf der Rieth. Aktuell erstellt der Verein ein großes Insektenhotel.
Fotos: G. Münstermann









































von Mechthild Wiesrecker - 400 Steinkauz-Paare im Kreis Warendorf
Der Steinkauz hat eine Länge von 23 bis 27 Zentimetern und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und den Steppen Asiens. Rund 6 000 Paare leben in Deutschland, davon drei Viertel aufgrund des milden winterlichen Klimas in NRW. Viele Käuze gibt es am Niederrhein und etwa 400 Paare im Kreis Warendorf. Die kleine Eule ernährt sich von Regenwürmern, Insekten und Mäusen. Diese findet sie vornehmlich auf alten ungespritzten Obstwiesen und Grünlandschaften in der Nähe landwirtschaftlicher Betriebe oder Viehwiesen. Der Steinkauz, derauf der roten Listeder gefährdeten Arten steht, bleibt ganzjährig in der Region.
Drensteinfurt – Der Steinkauz, die kleinste heimische Eulenart, ist nirgendwo in Deutschland so weit verbreitet wie in NRW. Doch sein Lebensraum ist zunehmend gefährdet. Aus diesem Grund hat der Heimatverein gemeinsam mit dem Kreis Warendorf und dem Nabu am Samstagmorgen elf Steinkauz-Nisthilfen in Drensteinfurt angebracht.
Die Idee hatte die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Warendorf, die 100 Niströhren im Kreisgebiet verteilte, von denen drei an den Heimatverein fielen. Dieser ließ, finanziert mit eigenen Mitteln, acht weitere Nisthilfen im Naturschutzzentrum des Kreises Coesfeld anfertigen.
In einem Presseaufruf hatte der Heimatverein Besitzer von Grünland und alten Obstwiesen aufgefordert, eine Nisthilfe bei sich anbringen zu lassen. Tatsächlich hatten sich zahlreiche Interessenten gemeldet, sodass am Samstagmorgen elf Nisthilfen angebracht werden konnten.
Schon früh machten sich die Heimatfreunde Heimatfreunde auf den Weg, um die Röhren beim Angelverein, am Alten Friedehof sowie auf Gehöften in den Bauernschaften Ossenbeck, Averdung, Eickendorf und Mersch sowie in der Nähe der Lorettokapelle zu installieren.
Dabei hatten sie den Vogelkundler August Wortmann aus Rinkerode mitgebracht, der die richtige Anbringung der mardersicheren Nisthilfen überwachte. Schließlich sollte das Einflugloch über einen Hauptast für die Jungen erreichbar sein. Kirschbäume sind aufgrund der ungünstigen Erntezeit, die mit dem Flüggewerden der Jungen kollidiert, nicht als Brutbaum geeignet. Um die Kontrolle der Nisthilfen wird sich zukünftig der Heimatverein kümmern. Die Geodaten der Kästen werden vom Nabu im Haus Heidhorn erfasst und katalogisiert.
Fotos: G. Münstermann





























































Einmal im Jahr werden die Steinkauzröhren auf Bruterfolge überprüft, die am Freitag, dem 15.07.2022 durch dem Arbeitskreis Natur durchgeführt wurde. Das Resultat am Ende konnte sich sehen lassen, zumal in zwei von zehn Röhren offenkundig zwei bis drei Jungkäuze in diesem Jahr aufgezogen worden sind. Und zwar auf den Höfen Bangert (Bauerschaft Averdung) und Theo Hegemann (Bauerschaft Eickendorf).
Seit Februar 2019 hat der Arbeitskreis Natur elf Nistkästen für Steinkäuze aufgestellt, die mittlerweile von den Vögeln angenommen werden. Jährlich werden diese Nisthöhlen auf Witterungsschäden und Bruterfolg kontrolliert, altes Nistmaterial entfernt und witterungsbedingte Schäden an den Nistkästen ausgebessert.
Fotos: G. Münstermann












Nistkästen für Halbhöhlenbrüter und Hausrotschwänze baute der Arbeitskreis Natur in der Werkstatt von Familie Schemmelmann. Wir haben rund vier Stunden daran gearbeitet, alles lief perfekt Hand in Hand. Im kommenden Monat wollen wir uns draußen treffen, um die Kästen aufzuhängen. Teilweise wollen wir auch noch Schutzschilder aus Alublech vor die Einschlupflöcher schrauben, damit Spechte sie nicht aufmeißeln können. Den Schemmelmanns noch einmal herzlichen Dank für die Bereitstellung der Geräte und der Werkstatt und Claudia ein Kompliment für die leckere, herzhafte Pizzasuppe.
Fotos: Gertrud Münstermann und Holger Martsch













Im Frühling 2023 legte der Heimatverein Drensteinfurt nahe dem Malteserheim im Stadtzentrum eine Blühfläche an. Die angrenzenden Grasflächen, die stark verwuchert waren, wurden mithilfe eines Traktors und eines Mulchgeräts zurückgeschnitten.
Die Fläche befindet sich im Besitz der Stadt. Mitglieder des Naturtreffs konnten sich jetzt davon überzeugen, dass das vom Drensteinfurter Hegering bereitgestellte Saatgut gut aufgelaufen ist und die Blühpflanzen den Wildbienen, Hummeln und Co. Nahrung und Deckung bieten. Das neben der Blühfläche stehende, vom Heimatverein aufgestellte Bienenhotel soll ebenfalls einen kleinen Beitrag zum Schutz der heimischen Insekten leisten.
Die Heimatfreunde bitten Spaziergänger und insbesondere Hundehalter, die Fläche nicht zu betreten und dort etwa Blumen zu pflücken. Das würde den Sinn und Zweck der ganzen Aktion gefährden. „Schön wäre es“, sagt Vorsitzender Franz-Josef Naber, „wenn auch andere Blühflächen im gesamten Stadtgebiet, zum Beispiel eine Fläche der Stadt am Drensteinfurter Friedhof, nicht betreten werden und somit die Insekten und andere Tiere geschützt werden.“
Fotos: Gertrud Münstermann - Unkrautbekämpfung im Frühjahr 2025








Ein paar Monate lang stand es als nacktes Gerüst aus alten Balken am Weg hinter dem Malteserheim, und manch einer fragte sich nach dem Zweck dieser Installation.
Am Samstag, 9. Oktober 2021, wurde es offensichtlich: Hier entsteht eine große Wildbienen-Nisthilfe, erdacht und realisiert vom Arbeitskreis Natur des Heimatvereins. Sie soll „SUMMSURIUM“ heißen. Die Frauen und Männer des „Naturtreffs“ hatten über Monate hinweg Materialien wie hohle Pflanzenstängel, Abschnitte von Obstbaumstämmen sowie Lehm zusammengetragen. Daraus entstanden zuhause vorgefertigte Bauteile, die die Gruppe jetzt in das Gerüst einfügte. Während der Arbeiten blieben immer wieder Passanten stehen, die das Projekt sehr begrüßten, auch Kinder unterschiedlichen Alters kamen, um sich die Nisthilfe anzusehen. Ein willkommener Anlass für die Naturfreunde, den Kindern die Gründe für die Installation und die Entstehungsweise zu erläutern. Leider gibt es auch einen negativen Aspekt: Die Feldsteine, die zu Füßen des SUMMSURIUMS für erdbrütende Wildbienenarten bereitgelegt waren, haben dreiste Zeitgenossen entwendet.
Trotz des bitteren Beigeschmacks freut sich die Naturtreff-Gruppe, den Aufbau weitgehend problemlos bewältigt zu haben. Demnächst sind noch einige kleinere, ergänzende Arbeiten zu tätigen, wie zum Beispiel das Ausfüllen eines Teilbereichs mit Lehm. Es wird spannend, wie die Nisthilfe im kommenden Jahr von den Bienen angenommen wird. Ergänzend dazu wäre es schön, wenn die Stadt auf der Wiese zwischen Erlbach und Sendenhorster Straße wieder ein Feld mit einer hohen Anzahl verschiedenster nektar- und pollenspendender Blühpflanzen anlegen würde. Ausgerichtet ist die Nisthilfe nach Südwesten; auf dem Fußweg entlang gehend erblickt man daher die weniger interessante Rückseite. Um im nächsten Jahr das Treiben der Bienen zu beobachten muss man um die Installation herumgehen. Der Heimatverein plant außerdem, an der dem Gehweg zugewandten Seite eine Informationstafel zum Thema Bienen und Insektensterben anzubringen.
Info zum großen Foto SUMMSURIUM: (Bild: Holger Martsch) Am Gehweg kurz vor der Brücke zum Erlbach erhebt sich die stattliche Wildbienen-Nisthilfe. Sie ist 2,30 m hoch und 1,68 m breit. Das obere Dreieck soll in den nächsten Wochen mit Lehm gefüllt werden, in den sich bestimmte Wildbienenarten ihre Brutröhren selbst graben können. Am Fuß der Installation wird der Naturtreff demnächst einen Bereich für bodenbrütende Arten schaffen.
Fotos: Gertrud Münstermann - Bauphase Insektenhotel












Das Problem der Wildbienen ist ihre große Abhängigkeit vom Nahrungs- und Nistplatzangebot sowie ihre sehr geringe Fortpflanzungsrate. 30 Prozent aller nestbauenden Wildbienen sind auf die Pollen ganz bestimmter Pflanzen angewiesen um ihren Nachwuchs zu versorgen. Honigbienen hingegen sammeln Nektar und Pollen verschiedenster Pflanzen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landschaft in weiten Teilen Deutschlands sehr stark verändert. Vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft führt zu einem Verlust strukturreicher Lebensräume und einem Rückgang an Blühpflanzen. Wertvolle Strukturen wie Sandwege, alte Hecken, Totholz- oder Steinhaufen sind in vielen Regionen Deutschlands verschwunden und im Spätsommer fehlt es an Nahrungsquellen. Zusätzlich zu dem schrumpfenden Nahrungsangebot finden viele Wildbienenarten keinen geeigneten Nistplatz mehr.
Wildbienen sind meist Einzelgänger und leben solitär. Nur die Hummeln sowie einige Arten der Furchenbienen besitzen eine soziale Lebensweise. Alle Arten mögen es gern warm und trocken.
Die Weibchen solitärer Wildbienen bauen ihre Nester ganz allein. Sie haben nur wenig Zeit für die Fortpflanzung. Im Laufe seines vier- bis achtwöchigen Lebens baut das Weibchen allein vier bis 30 Brutzellen und versorgt sie mit allem, was die Larve zum Gedeihen braucht. Stets wird eine Zelle fertiggestellt, bevor mit der nächsten begonnen wird.
Bei den Solitärbienen schlüpfen zuerst die Männchen. Sind die Weibchen begattet, beginnen sie sofort mit dem Bau der Brutzellen in hohlen Pflanzenstängeln oder in Erdlöchern. Dort legen sie jeweils ein Ei ab und versorgen die Brutkammer mit Nektar und Pollen. Anschließend werden die Kammern mit zerkauten Pflanzenteilen, Lehm, Sand, kleinen Steinchen oder Baumharz fest verschlossen. Es dauert etwa ein Jahr, bis die fertigen Wildbienen aus ihren Nestern krabbeln können.
Auch Bienen müssen trinken. Deshalb kann bereits das Aufstellen einer Vogeltränke den Insekten an heißen, trockenen Sommertagen helfen.
Heimische Wildblumen und eine Vielfalt an insektenfreundlichen Staudenarten sorgen für ein reich gedecktes Bienenbuffet. Der Grund, warum Bienen und Hummeln Wildpflanzen lieben: bei ihnen sind Pollen und Nektar gut erreichbar (im Gegensatz zu Zuchtformen mit gefüllten Blüten).
Wer ein Insektenhotel für seinen Garten haben möchte, sollte sich vor der Anschaffung gut informieren. Oft ist das, was in Gartencentern oder Baumärkten angeboten wird, vollkommen untauglich, selbst das, was mit dem Branding namhafter Gartenbedarfs-Lieferanten versehen ist. Es ist vielfach „mit der heißen Nadel gestrickt“, billig und schnell zusammengeschustert, Bohrungen sind verstopft, unsauber und voller Splitter, woran sich die Tiere verletzen können. Fichtenzapfen und Holzstückchen helfen Solitärbienen nicht, Lochziegel mit ihren großen Öffnungen sind sinnlos. Mit einer Bohrmaschine und ein wenig handwerklichem Geschick kann man besser selbst eine einfache Nisthilfe bauen. Hartholz wie Eiche, Buche, Esche und das von Obstbäumen eignet sich besser als Nadelholz, weil letzteres eher zum Splittern und Harzen neigt. Die Löcher, deren Durchmesser von vier bis acht Millimetern variieren, müssen glatt und sauber sein, damit sich die Bienen nicht an den Wänden verletzen können. Experten empfehlen, nicht in das Stirnholz, sondern in die Längsseite zu bohren. Noch einfacher: Hohle Pflanzenstängel, innen glatt und mit unterschiedlichen Durchmessern ergeben, in eine alte Konservendose gesteckt, bereits eine geeignete Nisthilfe. Gute Tipps für Bienenhotelsfindet man im Internet beim Youtuber Werner David. Ein Insektenhotel sollte nach Süden oder Südwesten ausgerichtet sein.
Bericht und Titelfoto: Armin Asbrand - Heimatverein wird Pate für Obstwiese
Frühjahrsputz auf dem Hof von Ute und Martin Schulze Mengering in der Bauerschaft Rieth. Mitglieder des Drensteinfurter Heimatvereines haben am Wochenende weitere Obstbäume fachgerecht zurück geschnitten und damit eine Verpflichtung aus dem Streuobstwiesenprogramm des Landes NRW erfüllt. Auf der Wiese am Hof stehen bis zu 40 Obstbäume (Apfel, Birne, Kirschen, Walnüsse). Sie sind etwa 50 bis 60 Jahre alt und bieten vielen Vögeln und Insekten Nahrung, Deckung und Nistmöglichkeiten.
Hofbesitzer Martin Schulze Mengering hat der Naturschutzgruppe im Heimatverein jetzt eine Patenschaft für die Streuobstwiese angeboten. „Das Angebot nehmen wir gern an,“ meinte Vorsitzender Franz-Josef Naber. Die Patenschaft umfasst die Pflege der Bäume, das Aufhängen von Nistkästen für Eulen und auch die Ernte im Herbst. Die Heimatfreunde denken zum Beispiel daran, das Obst im Herbst über eine Versaftungsaktion zu verwerten.















Fotos: Gertrud Münstermann












Bericht und Foto: Holger Martsch - Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas. Im 19. Jahrhundert förderte der Staat noch den vielfälltigen Obstbau auf als Weideland genutzten Wiesen. Mitte des 20. Jh. zahlte er jedoch Rodungsprämien, um die Einführung der Plantagenwirtschaft mit kurzlebigen niederstämmigen Bäumen zu unterstützen. Erst langsam zeigt heute ein Umdenken Wirkung. Die vom Heimatverein Drensteinfurt in Patenschaft gepflegte Wiese bietet Nahrung und vielfältige Nistmöglichkeiten für Vögel. So finden sich hier natürliche Baumhöhlen und Nisthilfen.
Nach der Ernte direkt zum Vermoster: Gut gefüllt ist der von den Naturfreunden mitgebrachte Anhänger. Eine solche Menge verwertbarer Äpfel hätten sie nicht erwartet. v.l.n.r.: August Wortmann, Josef Schemmelmann, Armin Asbrand, Franz-Josef Naber, Norbert Roling, Martina Martsch, Jürgen Schemmelmann, Hubert Berners
Mitglieder der Naturfreundegruppe „Naturtreff“ des Heimatvereins Drensteinfurt trafen sich am Mittwoch, 2. September 2020, zur Apfelernte auf der Streuobstwiese des Hofs Schulze Mengering, Rieth 22. Über 30 hochstämmige Obstbäume, darunter zahlreiche Apfelbäume alter Sorten, wachsen auf dem 3400 qm großen Areal, für das der Heimatverein eine Pflegepatenschaft übernommen hat. Diese Patenschaft beinhaltet, die Baumpflege, wie zum Beispiel den artgerechten Schnitt, und die Verwertung des Obstes, das grundsätzlich nicht mit Insektziden behandelt wird. Nach eineinhalb Stunden Schütteln und Auflesen war der mitgebrachte PKW Anhänger randvoll mit Erntegut in Bio-Qualität gefüllt.
Abgepackt in Kartons, die fünf Liter fassen, haben wir den wohlschmeckenden, naturreinen Saft an Vereinsmitglieder abgegeben. Das Produkt ist durch Pasteurisieren ungeöffnet mindestens ein Jahr haltbar, der Inhalt der angebrochenen Packung bleibt bei liegender Lagerung im Kühlschrank gut vier Wochen frisch.
Mit dem Vermostungsbetrieb Schenk Natursaft in Herbern hat der Heimatverein einen ortsnahen Dienstleister für die Obstverwertung gefunden. Hier werden die Äpfel Maschinell gewaschen, verlesen und auspresst. Der so gewonnene Saft wird durch Kurzzeiterhitzen keimfrei gemacht und sodann in Behältnisse abfüllt, die standardmäßig fünf Liter fassen, aber auch andere Gebindegrößen sind erhältlich. Einmal angebrochen, hält sich der Saft in den Kartons bei kühler Lagerung bis zu vier Wochen.
Streuobstwiesen, wie die vom Heimatverein in Patenschaft übernommene, sind Lebensrraum-Inseln für bedrohte Tierarten. Deshalb ist ihr Erhalt so wichtig. Der „Naturtreff“ leistet mit seinen Aktvitäten wertvolle Arbeit in Sachen Naturschutz. Wer hier gerne mitmachen möchte kann mit dem Heimatverein Kontakt aufnehmen, per Mail mit dem Kontakhormular auf der Seite www.heimatverein-drensteinfurt.de oder per Anruf beim Vereinsvorsitzenden, Franz-Josef Naber, Tel. 02508 1550.
Bericht Holger Martsch - Am Mittwoch, dem 09. November 2016, führten wir mit der sechsten Klasse (Profilklasse) der Teamschule Drensteinfurt den zweiten Teil unserer Nistkasten-Bauaktion durch.
Teil zwei der Aktion: Reinigung der Nistkästen am Mittwoch 09.11.2016
Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 (MINT) der Teamschule sowie Mitglieder des Heimatvereins konnten jetzt eine erfolgreiche Bilanz aus Ihrer Nistkastenaktion ziehen. Im Frühjahr hatten die Schulkinder 23 Nistkästen zusammengebaut und anschließend im Schlosspark und im Waldgebiet Kalverkamp (Wäldchen Schulze Pellengahr nahe der Ortsumgehung) aufgehängt. Am Mittwoch, 9. November, haben die Kinder diese Kästen überprüft, gereinigt und für die nächste Brutsaison vorbereitet. Dabei konnten sie Erfreuliches feststellen: Die Singvögel, überwiegend Meisen, hatten so gut wie alle der angebotenen Nisthilfen angenommen, mit Moos wohnlich ausgepolstert und dort ihren Nachwuchs aufgezogen.
Lehrerin Dagmar Buttermann: „Das ist schöner Erfolg, und außerdem hat die Aktion allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Im nächsten Jahr sollten wir deshalb die Nistkastenaktion wiederholen und zusammen mit dem Heimatverein noch einmal etwa zwanzig Nisthilfen bauen, diesmal vielleicht für Halbhöhlenbrüter. Meine Schülerinnen und Schüler sind mit Begeisterung und Motivation dabei.“ Über diese Aussage freut sich Vereinsvorsitzender Franz-Josef Naber, hat er doch das Ziel, mit der Zeit mehr Kinder und Jugendliche für die Arbeit des Heimatvereins zu interessieren und als Mitglieder zu gewinnen. Der Nistkastenbau dient nicht nur den Tieren, sondern auch Menschen, kommt doch der Verkaufserlös für die von Theo Schlagbaum gefertigten Bausätze den SOS-Kinderdörfern zugute.
Bericht: Holger Martsch - am heutigen Mittwoch, dem 29. Juni 2016, hat der Heimatverein Drensteinfurt zusammen mit der Klasse 6a der Temschule 20 Insektenhotels gebaut, deren Verkaufserlös in vollem Umfang der Aktion SOS-Kinderdorf zugute kommen wird. Theo Scharbaum, de mit seinem SOS-Nistkastenstand auf vielen Märkten präsent ist, hatte die Bausätze vorbereitet.
Die „Endmontage“ erfolgte heute während der vormittäglichen Unterrichtsstunden, wobei die Mädchen und Jungen mit viel Begeisterung bei der Sache waren und erstaunliches handwerkliches Geschick bewiesen. Einige Nisthilfen befüllten die Kinder mit einem selbst hergestellten Gemisch aus Sägespänen und feuchtem Lehm, in das zuletzt Löcher unterschiedlicher Durchmesser eingestoßen wurden. Weiterhin kamen perforierte Holzscheiben hinzu. In die so vorbereiteten Gänge können Solitärbienen Blütenstaub eintragen und anschließend Eier ablegen. Solitärbienen, von denen es rund 200 Arten in Mitteleuropa gibt, sind sehr nützlich und wichtig für die Bestäubung der Obstblüten. Sie fallen nicht so leicht Epidemien und Parasiten zum Opfer vie die Staatenbildenden Honigbienen. Für einen kleinen Geldbetrag konnten die hübsch anzusehenden Insektenhotels erworben werden, und ein Schüler hatte es bereits als Geburtstagsgeschenk für seine Mutter auserkoren.
Das erste Bild zeigt das Anmischen und Einfüllen des Lehms, im Hintergrund Vereinsmitglied Holger Martsch Bild zwei den Zusammenbau der Nisthilfen unter der Anleitung von Theo Scharbaum, links im hintergrund Vereinsvorsitzender Franz-Josef Naber Auf Bild drei perforiert eine Schülerin eine Scheibe aus Holunderholz - hinter dem Giebeldreieck des Nistkastens finden nützliche „Untermieter“ wie Marienkäfer und Florfliegen einen Unterschlupf zum Überwintern. Auf Bild vier erfolgen Bohrungen in Hartholz (Kirsche) Auf dem fünften Foto freuen sich Erzieher und Kinder über das gelungene Holz-Lehm-Insektenhotel (die Kopfhörerhatten sie als Lärmschutz gegen Bohr- und Schleifgeräusche aufgesetzt)
Projekiert: großes Insektenhotel, Simulation eines Lehm-Fachwerkbaus. Früher fanden Nutzinsekten in den aus Naturmaterialien gebauten Häusern reichlich Nistmöglichkeiten. Das lezte Foto zeigt ein Insektenhotel mit den Abmessungen 2,30 m Höhe und etwa 2 m Breite, das wir auf einer öffentlichen Grünfläche in Drensteinfurt aufstellen möchten. Fotos: Norbert Unkhoff, Heimatvereinsmitglied
Es hat Wände aus einem Lehm-Strohgemisch, in das die insekten ihre Brutrören bohren können. Möglicherweise können wir es zum Herbst hin aufstellen und wollen beim Aufbau auch wieder mit den Schülerinnen und Schülern der Teamschule zusammenarbeiten.
Fotos: Norbert Unkhoff






Bericht: Holger Martsch - Die Idee, Müll im Bereich des Schlossparks Drensteinfurt zu sammeln, stammte von Schülerinnen und Schülern der Teamschule. Dazu hatten sie sich Begleitung durch den Heimatverein gewünscht. Der Kontakt der Schule zum Heimatverein besteht seit Frühjahr 2016 und durch die gemeinsame Nistkastenaktion, die am 2. und 5. März stattgefunden hatte, kannten sich Schulkinder, Lehrpersonal und Heimatfreunde bereits.
Am Mittwoch, 8. Juni, starteten etwa 30 Schülerinnen und Schüler gegen 10 Uhr zur Müllsuche an Wegrändern, hinter Bänken und Büschen. Mitglieder des Heimatvereins halfen bei Logistik und Organisation. Etliche graue Müllsäcke füllten sich mit dem Sammelgut, das anschließend für die Entsorgung durch die Stadt Drensteinfurt bereitgestellt wurde.
Beim Sammeln fiel den Schulkindern auf, dass der Schlosspark als Hundekotplatz benutzt wird. Sie konnten beobachten, dass große Hunde auf Wege und Rasenflächen koten und ihre Hinterlassenschaften von den Hundebesitzern nicht entfernt werden. Offensichtlich durch die Müllsammlung verunsichert, proklamierte eine Hundehalterin lautstark mit aggressivem Unterton, dass sie nicht bereit sei, einen Kotbeutel aus der nur ein paar Schritte entfernten Servicesäule zu holen.
Das vor vielen Jahren von der Konsumwerbung propagierte Ex-und-hopp-Prinzip zeigt Langzeitwirkung; Menschen, die sich in öffentlichen Grünbereichen aufhalten, befördern Getränkedosen und -flaschen weiterhin ganz lässig mit leichtem Armschwung unbekümmert in die Büsche. Die Kinder holten eine große Anzahl auf diese Weise entsorgter Behältnisse aus dem Buschwerk.
In diesem Falle konnten die beiden Schulklassen von der Leergutsammlung sofort profitieren: Der Erlös aus der Rückgabe der aufgelesenen Dosen und Flaschen reichte für den Kauf von Eiscreme-Familienpackungen und Roter Grütze, so dass die Kinder nach dem abschließenden gemeinsamen Grillen in der Mittagszeit, zu dem der Verein einen bunten Salat spendiert hatte, auch noch einen leckeren Nachtisch genießen konnten.
„Eine solche Umweltaktion werden wir im kommenden Jahr in größerem Umfang durchführen und zusätzlich zur Schule auch den Hegering einbeziehen“ kündete Heimatvereins-Vorsitzender Franz-Josef Naber an. Schulleiterin Ulrike Rupieper sowie die Lehrerinnen Dagmar Buttermann und Ulrike Kampert freuen sich über die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein, die mit verschiedenen gemeinsamen Aktivitäten fortgesetzt werden soll. Als Nächstes steht übrigens der Bau von Nisthilfen für Solitärbienen am 29. Juni im Werkraum der Schule unter der Anleitung von Heimatfreund Theo Scharbaum an.
Fotos: Gertrud Münstermann












Bericht Holger Martsch - Am Mittwoch, dem 2. März 2016, führten wir mit der sechsten Klasse (Profilklasse) der Teamschule Drensteinfurt den ersten Teil unserer Nistkasten-Bauaktion durch.
Der Heimatverein hatte von Theo Scharbaum mehr als 20 Nistkasten-Bausätze erworben, deren Verkaufserlös er in vollem Umfang den SOS-Kinderdörfern zugute kommen lässt. Über 20 Schülerinnen und Schüler bauten diese am Mittwoch die Bausätze im Holzwerkraum des Schulzentrums unter Anleitung von Vereinsmitgliedern und ihrer Klassenlehrerin, Frau Buttermann, zusammen. Alle Schulkinder waren begeistert und motiviert bei der Sache und erwiesen sich als sehr geschickt beim Montieren der Einzelteile. Geradezu professionell wurde gehämmert, geleimt und geschraubt. Für jedes der beteiligten Kinder wurde eine Patenschafts-Urkunde ausgearbeitet, damit es „seinen“, jeweils nummerierten Nistkasten im Auge behalten kann. Denn ganz sicher wird die Klasse in den nächsten Wochen immer mal wieder nachsehen, ob die Nisthilfen angenommen wurden und ob sich möglicherweise Nachwuchs bei den gefiederten Freunden einstellt. Und wenn zum Herbst hin die Brutsaison beendet ist, könnten sich die Kinder zusammen mit dem Heimatverein um die Reinigung und gegebenenfalls Reparatur der Kästen kümmern.
Am Samstag, dem 5. März, wurden dann die fertig zusammengebauten und nummerierten Kästen für Singvögel und Fledermäuse im Wäldchen der Familie Schulze Pellengahr zwischen Konrad-Adenauer-Straße und Umgehungsstraße sowie im Schlosspark angebracht. Heimatfreunde, Schulkinder, die Klassenlehrerin Frau Buttermann und die Schulleiterin, Frau Rupieper, trafen sich um zehn Uhr am Ausgangspunkt dieser Aktion vor der Gaststätte Averdung. Gerty Münstermann vom Heimatverein hatte einen Jagdanhänger organisiert und chauffierte als versierte Traktorfahrerin Personal und Gerät zu den Einsatzorten. Der Vogelkundler August Wortmann aus Rinkerode begleitete die Akteure mit vielen erstaunlichen, wissenswerten Informationen und half, die Kastenstandorte auszuwählen. Vorsitzender Franz-Josef Naber und Norbert Unkhoff übernahmen die Montage vor Ort. Holger Martsch kümmerte sich um Logistik und Technik. Nach kurzer Einweisung waren die Schulkinder in der Lage, die Standorte der Kästen mit exakten GPS-Daten zu erfassen, so dass sie später leicht wiedergefunden werden können. Begeistert videographierten sie die gesamte Aktion mit dem Ziel, am Tag der Schulpräsentation einen fertigen Film zeigen zu können. Auch die Patenschaftsurkunden werden anlässlich der Schulpräsentation ausgegeben.
Heimatverein und Teamschule sehen diese Aktion als eine Art Initialzündung, aus der sich in Zukunft eine vielversprechende Zusammenarbeit ergeben könnte. Einhelliges Urteil aller Beteiligten: „Es hat viel Spaß gemacht – das können wir wiederholen.“ Karte Nistkastenaktion
Fotos: Gertrud Münstermann

















